• Medientyp: E-Book; Hochschulschrift
  • Titel: Familienschutz im Dublin-Verfahren
  • Beteiligte: Voigt, Luise [VerfasserIn]; Ohler, Christoph [AkademischeR BetreuerIn]; Knauff, Matthias [AkademischeR BetreuerIn]; Schramm, Edward [AkademischeR BetreuerIn]
  • Körperschaft: Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Erschienen: Jena: , 2020
  • Umfang: 1 Online-Ressource (300 Seiten)
  • Sprache: Deutsch
  • Identifikator:
  • Schlagwörter: Europäische Union > Asyl > Familie
  • Beschreibung: Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der Behandlung von Familien und Minderjährigen im Dublin-Verfahren. Zentral sind hierbei die Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (sog. Dublin-III-Verordnung), in der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, festgelegt werden. Im Einleitungskapitel der Arbeit wird die Frage behandelt, ob es ein subjektives Recht des Individuums auf Aufnahme in die Europäische Union oder einen bestimmten Mitgliedstaat der Europäischen Union geben kann. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Ablauf des Dublin-Verfahrens unter Darstellung insbesondere der Zuständigkeitskriterien mit Bezug zur Familie und der Entwicklung des Dublin-Verfahrens im europäischen Kontext. Im dritten Kapitel werden der Familienbegriff der Dublin-III-Verordnung und seine Grenzen unter Berücksichtigung des Schutzes der Familieneinheit nach der Europäischen Menschenrechtskonvention und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union erörtert. Insbesondere werden die familiären Beziehungen analysiert, welche im Dublin-Verfahren besonders gefährdet sind. Das vierte Kapitel behandelt die Entwicklung subjektiver Rechte der Antragsteller im Dublin-Verfahren und die Frage, ob sich aus den Normen der Dublin-III-Verordnung ein Recht des Individuums auf Familienzusammenführung ergeben kann und welche aktuellen Problemkreise hinsichtlich dieses Rechts bestehen. Im letzten Kapitel wird der Umgang mit Minderjährigen im Dublin-Verfahren, mit besonderem Augenmerk auf die praktischen Probleme der Bewertung und Bestimmung des Kindeswohls, dargestellt. Schließlich wird die Behandlung von verheirateten Minderjährigen und Minderjährigen ohne Angehörige im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten untersucht.
  • Anmerkungen: Tag der Verteidigung: 09.07.2020