• Medientyp: E-Artikel
  • Titel: Amphibien im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bonn: Verbreitung, Gewässerpräferenzen, Vergesellschaftung und Gefährdung : mit 37 Abbildungen und 6 Tabellen
  • Beteiligte: Dalbeck, Lutz; Hachtel, Monika; Heyd, Alexander; Schäfer, Karsten; Schäfer, Martin; Weddeling, Klaus
  • Erschienen: University Library J. C. Senckenberg, 1997
  • Erschienen in: Decheniana : Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens
  • Umfang: 235-292
  • Sprache: Nicht zu entscheiden
  • DOI: 10.21248/decheniana.v150.4213
  • ISSN: 0366-872X
  • Zusammenfassung: <jats:p>Der vorliegenden Arbeit liegen Daten einer Amphibienkartierung zugrunde, welche in den Jahren 1992 bis 1995 im Gesamtgebiet der Stadt Bonn sowie im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) auf einer Fläche von ca. 475 qkm durchgefuhrt wurde. Die Ergebnisse werden kartographisch in Form von Rasterkarten auf der Ebene von Viertelminutenfeldern (entspricht ca. 925 x 600 m) dargestellt, womit sich ein detaillierter Überblick der Verteilung der insgesamt 882 Gewässer sowie der 15 nachgewiesenen Arten (Alytes obstetricans, Bombina variegata, Bufo bufo, B. calamita, B. viridis, Hyla arborea, Pelobates fuscus, Rana catesbeiana, R. dalmatina, R. temporaria, Salamandra salamandra, Triturus alpestris, T. cristatus, T, helveticus, T. vulgaris) und des einen Artkomplexes (mit Rana kl. esculenta, R. lessonae und R. ridibunda) ergibt. Es zeigt sich, daß das Gewässerangebot und damit auch das Verbreitungsmuster der meisten Amphibienspezies in Abhängigkeit von der jeweiligen Landnutzung stark variiert. Die Amphibienarten offener Landschaften sind im Gebiet aufgrund des ausgesprochen geringen Gewässerangebotes in den entsprechenden Gebieten selten bis sehr selten und kommen in der Regel nur in isolierten Einzelpopulationen vor (Bufo calamita, B. viridis, Pelobates fuscus). Demgegenüber bleiben die typischen Waldarten zwar auf Wälder beschränkt, sind dort aber vergleichsweise häufig (Rana dalmatina, R. temporaria, Salamandra salamandra, Triturus alpestris, T. helveticus). Amphibien mit weiter ökologischer Amplitude sind in der Regel auf der gesamten untersuchten Fläche dem Gewässerangebot entsprechend verbreitet (Bufo bufo, Triturus vulgaris, Rana kl. esculenta-Komplex). Zwei Arten zeigen einen gegenüber vorhergehenden Untersuchungen dramatischen Bestandsrückgang, dessen genaue Ursachen unbekannt sind (Hyla arborea, Bombina variegata). Bei drei Arten lassen sich innerhalb des Untersuchungsgebietes regionale Arealgrenzen erkennen (Alytes obstetricans, Bufo viridis, Rana dalmatina). Um die Gewässerpräferenzen der Arten darstellen zu können, teilen wir alle potentiellen Laichgewässer in neun Kategorien ein und stellen die von der jeweiligen Art genutzten Gewässertypen mit Hilfe eines statistischen Verfahrens der absoluten Gewässeranzahl im Untersuchungsgebiet gegenüber. Abhängig von der ökologischen Valenz der acht untersuchten Arten mit genügend großer Stichprobe zeigen sich sehr verschiedene Präferenzen für bestimmte Gewässer- und Belichtungstypen. In ähnlicher Weise gestaltet sich der Vergleich der Vergesellschaftung der Spezies. Hier werden aufgrund der (Einzel-) Häufigkeiten statistische Erwartungswerte für das gemeinsame Vorkommen zweier Arten errechnet und mit der realen Vergesellschaftung verglichen. Schließlich werden die Daten im Hinblick auf die regionale Gefährdung der einzelnen Arten bewertet und konkrete Gefahren für bestimmte Populationen genannt.</jats:p>
  • Beschreibung: <jats:p>Der vorliegenden Arbeit liegen Daten einer Amphibienkartierung zugrunde, welche in den Jahren 1992 bis 1995 im Gesamtgebiet der Stadt Bonn sowie im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) auf einer Fläche von ca. 475 qkm durchgefuhrt wurde. Die Ergebnisse werden kartographisch in Form von Rasterkarten auf der Ebene von Viertelminutenfeldern (entspricht ca. 925 x 600 m) dargestellt, womit sich ein detaillierter Überblick der Verteilung der insgesamt 882 Gewässer sowie der 15 nachgewiesenen Arten (Alytes obstetricans, Bombina variegata, Bufo bufo, B. calamita, B. viridis, Hyla arborea, Pelobates fuscus, Rana catesbeiana, R. dalmatina, R. temporaria, Salamandra salamandra, Triturus alpestris, T. cristatus, T, helveticus, T. vulgaris) und des einen Artkomplexes (mit Rana kl. esculenta, R. lessonae und R. ridibunda) ergibt. Es zeigt sich, daß das Gewässerangebot und damit auch das Verbreitungsmuster der meisten Amphibienspezies in Abhängigkeit von der jeweiligen Landnutzung stark variiert. Die Amphibienarten offener Landschaften sind im Gebiet aufgrund des ausgesprochen geringen Gewässerangebotes in den entsprechenden Gebieten selten bis sehr selten und kommen in der Regel nur in isolierten Einzelpopulationen vor (Bufo calamita, B. viridis, Pelobates fuscus). Demgegenüber bleiben die typischen Waldarten zwar auf Wälder beschränkt, sind dort aber vergleichsweise häufig (Rana dalmatina, R. temporaria, Salamandra salamandra, Triturus alpestris, T. helveticus). Amphibien mit weiter ökologischer Amplitude sind in der Regel auf der gesamten untersuchten Fläche dem Gewässerangebot entsprechend verbreitet (Bufo bufo, Triturus vulgaris, Rana kl. esculenta-Komplex). Zwei Arten zeigen einen gegenüber vorhergehenden Untersuchungen dramatischen Bestandsrückgang, dessen genaue Ursachen unbekannt sind (Hyla arborea, Bombina variegata). Bei drei Arten lassen sich innerhalb des Untersuchungsgebietes regionale Arealgrenzen erkennen (Alytes obstetricans, Bufo viridis, Rana dalmatina). Um die Gewässerpräferenzen der Arten darstellen zu können, teilen wir alle potentiellen Laichgewässer in neun Kategorien ein und stellen die von der jeweiligen Art genutzten Gewässertypen mit Hilfe eines statistischen Verfahrens der absoluten Gewässeranzahl im Untersuchungsgebiet gegenüber. Abhängig von der ökologischen Valenz der acht untersuchten Arten mit genügend großer Stichprobe zeigen sich sehr verschiedene Präferenzen für bestimmte Gewässer- und Belichtungstypen. In ähnlicher Weise gestaltet sich der Vergleich der Vergesellschaftung der Spezies. Hier werden aufgrund der (Einzel-) Häufigkeiten statistische Erwartungswerte für das gemeinsame Vorkommen zweier Arten errechnet und mit der realen Vergesellschaftung verglichen. Schließlich werden die Daten im Hinblick auf die regionale Gefährdung der einzelnen Arten bewertet und konkrete Gefahren für bestimmte Populationen genannt.</jats:p>
  • Anmerkungen:
  • Zugangsstatus: Freier Zugang